Dr. Dominik Lausch, CEO der DENKweit GmbH in Halle (Saale). (Bild: Denkweit)

Clevere Bildauswertung für die Industrie

Das junge Unternehmen DENKweit GmbH in Halle (Saale) will die KI-basierte Bildauswertung für die Industrie perfektionieren und einfach zugänglich machen. CEO Dr. Dominik Lausch verrät uns, wie Anwender in die KI-basierte Bildauswertung einsteigen können und freut sich auf die Präsenzmesse Control im Mai 2022.

 

Herr Dr. Lausch, Sie sind ein junges Unternehmen aus der Branche der Industriellen Bildverarbeitung. Was genau ist Ihr Thema?

Lausch: Unsere Vision ist es, die KI-basierte Bildauswertung für die Industrie zu perfektionieren und sehr einfach zugänglich zu machen. Hierfür haben wir eine Plattform entwickelt, den DENKweit Vision AI Hub, in dem alle maßgeblichen Vision-AI-Technologien zusammengefasst und mit wenigen Klicks zugänglich sind. Dieser entwickelt sich kontinuierlich weiter. Als Fraunhofer-Ausgründung lag unser Fokus von Anfang darauf, technisch leistungsfähige und führende Lösungen anzubieten. Hierfür haben wir einige Eigenentwicklungen umgesetzt, von denen unsere Anwender profitieren.

 

Welche Branchen und Anwender profitieren von Ihrem Know-how?

Lausch: Grundsätzlich sehen wir uns als Technologie-Enabler, das heißt, wir stellen unseren Partnern ein Tool zur Verfügung, mit dem sie 24/7 und ohne eigenes Know-how eine Bildauswertung erstellen können. Unsere Hauptkunden sind Automatisierer und Gerätehersteller, für die wir das Puzzleteil der Bildauswertung übernehmen. Das machen vor Ort häufig sogar Studenten. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Drohnen oder Straßenbefahrungen. Wir haben sogar einen Kunden, der Vögel fotografiert und analysiert.

 

Wie können Unternehmen aus dem Bereich der industriellen Fertigung Ihre Lösung nutzbringend anwenden?

Lausch: Sehr einfach. Einen Log-In erfragen, Bilder hochladen, Lösungen erstellen und ausprobieren. Wenn Sie zufrieden sind, bieten wir drei Wege für eine Lösungsintegration: (i) ein Offline-Tool, (ii) eine API oder (iii) eine DLL. Darüber hinaus finden sich immer individuelle Lösungen.

 

Vom 03. bis 06. Mai 2022 wird die 34. Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung, stattfinden, bei der das Thema IBV einen wesentlichen Part einnimmt. Wie wichtig erachten Sie es, dass sich die Branchenteilnehmer endlich wieder persönlich und live treffen und am konkreten Objekt miteinander diskutieren?

Lausch: Mir ist der persönliche Kontakt mit unseren Partnern und Kunden sehr wichtig, da ich auch wissen möchte, mit wem ich zusammenarbeite. Wir setzen immerhin viel Herzensblut und Zeit ein. Zusätzlich finde ich solche Treffen enorm wichtig, um zu verstehen, was machen wir noch falsch oder was machen andere besser. Wir sind recht neu in diesem Fachbereich, daher sind wir sehr abhängig von einem solchen Austausch. Deshalb finde ich es enorm wichtig, dass die Messe wieder real stattfindet.

 

Was werden Sie dort konkret vorstellen?

Lausch: Geplant ist aktuell jeweils ein Stand bei unseren Partnern XACTOOLS und MICRO-EPSILON. Wir werden hier Zugang zu unserer Plattform gewährleisten, die eine oder andere Anwendung zeigen und vielleicht auch ein paar neue Technologien vorstellen. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Das Unternehmen DENKweit sieht sich als Technologie-Enabler, das Kunden ein Tool zur Verfügung stellt, mit dem ohne eigenes Know-how Bildauswertungen vorgenommen werden können. (Bild: Denkweit)