6. März 2026

Nachhaltigkeit durch Qualität: Perspektiven von Miele bei den Control Expert Days

Guido Nilgen, Director Quality Management/Technology Center Drives bei Miele

Wie eng Qualitätssicherung, Innovation und nachhaltiges Wirtschaften heute miteinander verbunden sind, zeigt das Beispiel des Premiumherstellers Miele. Langlebige Produkte, zirkuläre Konzepte und datenbasierte Qualitätsstrategien stehen dabei im Mittelpunkt einer ganzheitlichen Unternehmenshaltung.

Bei den Control Expert Days 2026 bringt Guido Nilgen, Director Quality Management/Technology Center Drives bei Miele diese Perspektive aus der Praxis ein. Als Quality & Sustainability Enthusiast bei Miele steht er für einen Ansatz, der Qualität nicht nur als technische Disziplin versteht, sondern als zentralen Beitrag zu nachhaltiger Wertschöpfung.

Am ersten Veranstaltungstag diskutiert er in der Podiumsrunde „Nachhaltigkeit durch Qualitätssicherung“, moderiert von QZ-Chefredakteur Wolfgang Kräusslich, ab 15 Uhr.

Vorab gibt Guido Nilgen einen kurzen Einblick – drei Fragen, drei Antworten:

1. Miele steht laut Nachhaltigkeitsbericht 2025 für langlebige Qualität, Innovation und nachhaltiges Wirtschaften – was bedeutet das konkret für Sie als Quality & Sustainability Enthusiast?

Es erfüllt für mich persönlich genau das, was mich seit Jahren antreibt. Langlebigkeit ist für mich nicht nur ein technisches Versprechen, sondern Ausdruck von Respekt gegenüber Menschen und Ressourcen. Wenn Produkte auf bis zu 20 Jahre Lebensdauer getestet sind, dann steckt darin eine Haltung. Das Thema Nachhaltigkeit ist von Anfang an in der Firmengeschichte von Miele verwurzelt: Es ist Bestandteil unserer DNA.

Innovation ist für mich der zweite große Baustein: Ob das unser Refurbishment-Programm ist, in dem wir Waschmaschinen zu einem zweiten Leben verhelfen, oder zirkuläres Design wie bei unserer Staubsaugerstudie VOOPER. An solchen Beispielen sehe ich, wie eng Qualität und Nachhaltigkeit zusammengehören.

Und schließlich bedeutet nachhaltiges Wirtschaften für mich, dass wir unser Leitmotiv „Immer Besser“ ernst nehmen – nicht als Perfektionsanspruch, sondern als gemeinsame Reise. In Summe heißt das: Ich kann das tun, wofür ich brenne – Qualität gestalten, die wirklich einen Unterschied macht.

2. „Nachhaltigkeit durch Qualitätssicherung“ ist das Leitmotiv der Podiumsdiskussion bei den Control Expert Days 2026. Wo wird QS in der Praxis zum echten Treiber nachhaltiger Wertschöpfung – gibt es ein weiteres prägnantes Beispiel aus Ihrem Haus?

QS wird außerdem durch Predictive Quality (dt. „vorhergesagte Qualität“) in der Praxis zum echten Treiber nachhaltiger Wertschöpfung. Durch den Einsatz von KI können wir in der Analyse von Qualitäts-, Prozess- und Nutzungsdaten nun auch prognostizierend in die Zukunft schauen. Bei Miele haben wir bereits konkrete Use Cases umgesetzt – sowohl auf dem Shopfloor zum Reduzieren von Ausschuss und Nacharbeit als auch im Customer Service zum Unterstützen der Fehlersuche und -behebung. Wichtig nach unserer Erfahrung ist aber, dass der Mensch dabei – letztlich auf Basis der Prognosen – die finale Entscheidung trifft, und nicht die Maschine.

3. Das Markenversprechen „Immer Besser“ basiert auch auf nachhaltiger Qualitätssicherung – ist das aus Ihrer Sicht ein zentraler Faktor für langfristige Wettbewerbsfähigkeit?

Immer Besser“ steht für mich nicht nur für langlebige und zuverlässige Produkte – es beschreibt die Haltung, Qualität als Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften zu verstehen. Unsere Kundinnen und Kunden verbinden Miele längst mit beidem: Premiumqualität und Verantwortungsbewusstsein. Genau deshalb ist nachhaltige Qualitätssicherung ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Sie ermöglicht Langlebigkeit, treibt Innovationen wie Predictive Quality oder Second‑Life‑Konzepte voran und stärkt das Vertrauen, das unsere Marke seit Jahrzehnten trägt. Wer Qualität ganzheitlich denkt und Kundenanforderungen nicht nur erfüllt, sondern übertrifft, bleibt langfristig relevant und erfolgreich.